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Unser Statement zur Nachhaltigkeitsdebatte Print vs. Digital

Thomas Masselink

Thomas Masselink

Vertriebs- und Marketingleitung

Unser Statement zur Nachhaltigkeitsdebatte.

Wer kommt eigentlich auf die Idee, dass die Digitalisierung nachhaltig ist und wer glaubt, dass digitale Werbung verantwortungsvoller sei als gedruckte? Das gedruckte Wort formt noch immer unsere Weltanschauung und stärkt unseren Platz in der Gesellschaft durch den Austausch von Wissen und Ideen. Die Nachhaltigkeitsdebatte ist wichtig und sollte mit Argumenten geführt werden.   

„Print ist die einzig wahre Manifestation von Wissen im Online-Zeitalter.“

Unternehmensberater und Zukunftsdenker Bernd Zipper

Jahrhunderte alte Bücher sind noch heute gut erhalten und können gelesen werden. Papier ist lagerfähig und braucht kein Betriebssystem, um gespeicherte Informationen zur Verfügung zu stellen. Print ist prägend für unsere Kultur.

Als Druckerei vervielfältigen wir Ihr Wissen, damit Sie es in die Welt tragen oder sich das Wissen der Welt aneignen können. So sorgt Print für Informationsvielfalt, für Meinungsvielfalt und für vielfältige Botschaften.

In der heutigen Zeit tragen wir alle große Verantwortung für unser Tun und Handeln, für nachfolgende Generationen und für nachhaltiges Arbeiten.

Stehen Nachhaltigkeit und Druckprodukte nicht im Widerspruch?

Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind zentrale Schlagworte in unserem Wirtschaftsleben und haben die letzten Jahre maßgeblich geprägt. Da ist bei vielen der Eindruck entstanden, beide Begriffe hingen zusammen. Aber tatsächlich haben sie nichts miteinander zu tun.

Vielleicht liegt es an der Gleichzeitigkeit der Nachhaltigkeitsdebatte einerseits und der Digitalisierungswelle andererseits, dass Viele einen Zusammenhang vermuten.

Aber oftmals dient der Begriff „Nachhaltigkeit“ auch nur als Legitimation, um Kunden und der Öffentlichkeit zu erklären, warum man sich vom anderen Begriff „Druckprodukte“ abwendet.

Tatsache ist, Digitalisierung und Nachhaltigkeit stehen – entgegen zahlreicher Behauptungen – in keinem Zusammenhang.

Wieso auch sollte Digitalisierung nachhaltig sein? Dass sie es nicht per se ist, können Sie sich leicht vorstellen, wenn Sie für sich privat oder beruflich einmal zusammenzählen, wie viele Ladegeräte für Smartphones, Tablets oder Rechner Sie am Tag in Betrieb haben.

Versuchen Sie sich einmal vorzustellen, wie viele Rechenzentren Sie selbst weltweit bemühen, wenn Sie in Suchmaschinen unterwegs sind, auf Onlineplattformen einkaufen, Software aus der Cloud benutzen oder einfach nur eine E-Mail verschicken. Gerade Rechenzentren sind hochgradige Energiefresser für den Betrieb und die Kühlung von Servern.

Ist Digital wirklich nachhaltig oder doch eher kostensparend? Ein paar Fakten und Meinungen.

Two Sides, eine globale Initiative zur Förderung von verantwortungsbewusster Nutzung von Print und Papier, ging Ende Juli noch einen Schritt weiter und fordert von REWE eine Stellungnahme und Richtigstellung seiner #umdenkbar-Kampagne in der Öffentlichkeit. Eine 2023 von Two Sides durchgeführte Umfrage mit 10.000 Verbrauchern ergab:

57% der deutschen Verbraucher glauben, dass ein Dienstleister, der sie auffordert, von Papier auf digitale Medien umzusteigen, und behauptet, dies sei besser für die Umwelt, in Wirklichkeit versucht, Kosten zu sparen.

Two Sides: Quellenlink unten im Artikel

Eine große Greenwashing-Kampagne.

Das Marktforschungsunternehmen Statista geht davon aus, dass weltweit jeden Tag rund 333 Milliarden E-Mails versendet und empfangen werden. Niemand kann ernsthaft annehmen, das erzeuge kein CO2 und ginge an unserer Umwelt spurlos vorbei. Im Gegenteil.

Der Verbraucherservice Bayern hat berechnet, eine normale E-Mail ohne Anhang verursache bereits etwa 10 Gramm Kohlenstoffdioxid, was der Klimabilanz einer Plastiktüte entspräche.

Adesso: Quellenlink unten im Artikel

Druckereien geraten in Erklärungsnot

Dennoch geraten Bücherfreunde, Druckereien, Anhängerinnen und Liebhaber des gedruckten Wortes in die argumentative Nachhaltigkeitsdefensive. Druckereibetriebe kommen in Erklärungsnöte, wieso ihr Produkt und ihr Betrieb nachhaltig seien und keineswegs eine aussterbende Technologie propagieren. Immer mehr Kunden suchen auf Webseiten und in Veröffentlichungen nach einschlägigen Logos, ohne zu wissen, was diese aussagen – und was nicht.

Digitale Produkte gelten fälschlicherweise als nachhaltig und klimafreundlich, während Druckprodukte im Verdacht stehen, für die massenhafte Abholzung gesunder Bäume verantwortlich zu sein. Auch das ist keineswegs richtig. Für die Papierherstellung werden keine Bäume gefällt.

“Es ist auch wichtig, daran zu denken, dass nicht alle Menschen in unserer Gemeinschaft Zugang zu digitaler Kommunikation haben oder mit ihr interagieren können, entweder weil sie keine digitalen Geräte besitzen oder weil sie persönlich beeinträchtigt sind. Dies sind oft die schwächsten und bedürftigsten Mitglieder der Gesellschaft.”

Two Sides

Unser Fazit

Uns geht es nicht darum, Print- und Digitale Medien gegeneinander auszuspielen. Beide haben ihre Berechtigung und ihren Wert. Beide ergänzen sich ganz hervorragend im Marketingmix. Aber genauso stehen beide in der Verantwortung. Eine verlogene Nachhaltigkeitsdebatte, die Nachhaltigkeit vortäuscht, wo keine ist, hilft niemandem – der Umwelt nicht und auch nicht den Unternehmen, die so etwas behaupten. Letztendlich fällt diese Aussage auf sie zurück.

Wir stehen zu unserer Verantwortung und sind für größtmögliche Transparenz.

Quellen:
Two Sides Zitat: https://de.twosides.info/UK/rewe-und-seine-print-aktivitaten-eine-branche-fordert-antworten/
Adesso Zitat: https://www.adesso.de/de/news/blog/eine-e-mail-ist-so-schaedlich-wie-eine-plastiktuete.jsp

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